
Die erste Schätzung für Juli bis September zeigt eine Verlangsamung, keinen Rückgang: Das saisonbereinigte Bruttoinlandsprodukt des Euroraums stieg gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent. Im Frühjahr hatte das Plus 0,6 Prozent betragen. Für die gesamte EU ergibt sich dasselbe Muster, mit einem Anstieg um 0,5 Prozent nach zuvor 0,7 Prozent.
Für die Einordnung macht der Vergleichszeitraum einen Unterschied. Gegenüber dem Sommer des Vorjahres lag die Wirtschaftsleistung im Euroraum um 1,3 Prozent höher. Diese Zahl misst den Abstand über vier Quartale. Sie beantwortet eine andere Frage als der Vergleich mit dem Frühjahr, der eher auf eine jüngste Änderung des Tempos hinweist.
Woher das Wachstum kam, lässt sich aus der ersten Gesamtsumme nicht ableiten. Ein Auftrag aus dem Ausland, zusätzliche staatliche Ausgaben oder höhere private Investitionen haben unterschiedliche Folgen für einzelne Branchen. Die spätere Aufschlüsselung nach Verwendungsarten hilft, diese Beiträge auseinanderzuhalten. Bis dahin bleibt auch die erste Schätzung selbst vorläufig.