
Die europäischen Haushalte zahlten im ersten Halbjahr 2026 im Durchschnitt 2,2 Prozent weniger je Kilowattstunde als in der zweiten Hälfte des Vorjahres. Der veröffentlichte, gerundete Preis sank von 29 auf 28 Cent. Obwohl sich Strom damit verbilligte, lag der Durchschnitt weiterhin deutlich über dem Niveau vor der Energiekrise von 2022.
Der Preis an der Steckdose besteht aus mehreren Teilen. Steuern und Abgaben machten im neuen Halbjahr 28,4 Prozent des Endpreises aus, einen halben Prozentpunkt weniger als zuvor. Diese Angabe beschreibt einen Anteil. Aus ihr allein lässt sich nicht berechnen, welcher Teil der gesamten Preissenkung auf eine bestimmte Abgabe entfiel.
Für einen konkreten Haushalt ist der durchschnittliche Preis nur ein Ausgangspunkt. Wer mehr elektrisch heizt oder ein anderes Tarifmodell nutzt, kann trotz eines niedrigeren Vergleichspreises eine höhere Rechnung erhalten. Auch für Länderanalysen lohnt sich ein eigener Blick: Der europäische Mittelwert ersetzt weder den örtlichen Tarif noch einen Vergleich der Kaufkraft.