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Öffentliche Finanzen

Steuern und Sozialbeiträge gewinnen im Verhältnis zum EU-BIP an Gewicht

Die zusammengefasste Abgabenquote stieg 2025 auf 40,7 Prozent. Daraus lässt sich kein persönlicher Steuersatz ableiten.

MCM-Redaktion Veröffentlicht am

Symbolbild: Steinerne Fassade eines öffentlichen Verwaltungsgebäudes.

Die Einnahmen aus Steuern und Nettosozialbeiträgen entsprachen in der EU 2025 rund 40,7 Prozent der Wirtschaftsleistung, nach 40,2 Prozent im Vorjahr. In der für diesen Zeitraum ausgewiesenen Gruppe von 20 Euro-Ländern kletterte die Quote von 40,7 auf 41,3 Prozent. In den Zahlen stecken also neben Steuern auch Beiträge zur sozialen Sicherung.

Die Quote setzt zwei veränderliche Größen ins Verhältnis. Sie kann steigen, wenn die Einnahmen stärker wachsen als das nominale Bruttoinlandsprodukt. Dafür muss nicht jeder einzelne Steuersatz angehoben worden sein. Auch die Zusammensetzung der Einkommen kann den Wert verschieben, etwa wenn sich Arbeitsentgelte anders entwickeln als die Gewinne.

Beim Vergleich einzelner Länder ist außerdem die Finanzierung öffentlicher Leistungen wichtig. Derselbe Bedarf kann in einem Land stärker über Sozialbeiträge, in einem anderen über Steuern oder private Ausgaben gedeckt werden. Für die Belastung eines bestimmten Haushalts sind deshalb sein Einkommen, die anwendbaren Regeln und die empfangenen Leistungen aufschlussreicher als der europäische Durchschnitt.