
Die deutsche Wirtschaft ist im Sommer weiter gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt lag im dritten Quartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent über dem zweiten Quartal. Nach der ersten Schätzung nahm der Konsum leicht zu. Die Investitionen gingen dagegen zurück, während die Ausfuhren an Schwung verloren. Das besonders dynamische Exportwachstum aus dem ersten Halbjahr setzte sich damit nicht in gleichem Tempo fort.
Für die Einschätzung der industriellen Nachfrage ist diese Aufteilung aufschlussreicher als der Gesamtwert allein. Eine zusätzliche Ausgabe für eine Dienstleistung erhöht die Nachfrage an einer anderen Stelle als die Bestellung einer Maschine. Ein positives Quartalsergebnis kann deshalb mit schwächeren Geschäften bei Herstellern von Investitionsgütern zusammenfallen.
Wie viel die einzelnen Verwendungsarten genau zum Wachstum beitrugen, lässt sich aus der ersten Meldung nicht ablesen. Dafür sind die detaillierten Quartalsrechnungen entscheidend. Bei einem Zuwachs dieser Größenordnung können schon kleinere Revisionen das Bild der vergangenen Quartale merklich verändern.