
Im Oktober lagen die Verbraucherpreise in Deutschland nach der ersten Schätzung um 2,8 Prozent über dem Vorjahresmonat. Ohne Energie und Nahrungsmittel betrug der erwartete Anstieg 2,1 Prozent. Energie war im Jahresvergleich noch 12,2 Prozent teurer; im September hatte der entsprechende Abstand 14,9 Prozent betragen. Der Gesamtindex ging von September auf Oktober um 0,2 Prozent zurück.
Ein monatlicher Preisrückgang und eine positive Jahresinflation passen zusammen: Beide Vergleiche enden im Oktober, beginnen aber auf unterschiedlichen Preisniveaus. Ähnlich ist der geringere jährliche Anstieg bei Energie zu lesen. Er bedeutet zunächst nur, dass der Abstand zum Vorjahresmonat kleiner wurde; daraus folgt kein einheitlicher Preisrückgang für jeden Haushalt.
Die persönliche Belastung hängt davon ab, wie groß der Anteil von Heizung, Kraftstoffen, Lebensmitteln und Dienstleistungen im eigenen Budget ist. Der Index gewichtet einen durchschnittlichen Warenkorb. Für die Frage, wie breit die Teuerung tatsächlich ausfällt, sind seine Teilindizes daher aussagekräftiger als die einzelne Schlagzeilenzahl.