Branchen- und Marktnachrichten

Einfuhrpreise

Die deutsche Einfuhr verteuert sich schneller als die Ausfuhr

Importpreise lagen im September 10,4 Prozent über dem Vorjahr. Die Preise ausgeführter Güter stiegen im gleichen Zeitraum um 5,3 Prozent.

MCM-Redaktion Veröffentlicht am

Symbolbild: Schlauchkupplung beim Umschlag flüssiger Güter im Hafen.

Deutschland zahlte im September deutlich höhere Preise für importierte Güter als ein Jahr zuvor. Der Einfuhrpreisindex stieg binnen Jahresfrist um 10,4 Prozent, nach 8,3 Prozent im August. Auch gegenüber dem Vormonat gab es einen Anstieg, und zwar um 2,1 Prozent. Auf der Ausfuhrseite lagen die Preise im September um 5,3 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats.

Wer Vorprodukte importiert und verarbeitete Waren exportiert, begegnet den beiden Preisbewegungen an unterschiedlichen Stellen seiner Kalkulation. Der Abstand der Indizes ist allerdings keine Margenrechnung: Der importierte und der exportierte Warenkorb haben eine andere Zusammensetzung, und kein einzelner Betrieb kauft oder verkauft genau zu diesen Durchschnittspreisen.

Für die Beschaffung macht es einen Unterschied, ob Material zum aktuellen Preis erworben wird oder langfristige Lieferkonditionen gelten. Bei Vorräten kommt noch der Zeitpunkt ihres Verbrauchs hinzu. Deshalb kann der Preisdruck an der Grenze bereits deutlich sichtbar sein, bevor sich beurteilen lässt, wann und in welchem Umfang er in den Herstellkosten einzelner Produkte ankommt.