
Im August wurden in Deutschland rund 20.600 Wohnungen genehmigt, 6,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Sowohl Neubauten als auch Umbauten trugen dazu bei. Bei Wohnungen durch Umbau stieg die Zahl der Genehmigungen gegenüber August des Vorjahres um 18,2 Prozent, bei Wohnungen im Neubau um 4,2 Prozent. Das stärkere prozentuale Wachstum entfiel also auf den kleineren Teil des Marktes.
Eine Genehmigung markiert einen formalen Schritt. Sie gibt noch keine Auskunft darüber, ob bereits ein Bauvertrag geschlossen, die Finanzierung gesichert oder der erste Spatenstich erfolgt ist. Für die Planung von Personal und Material ist der Abstand zwischen der Genehmigung und dem tatsächlichen Baubeginn mindestens ebenso wichtig wie die Zahl der genehmigten Wohnungen.
Hinzu kommt ein statistischer Zeiteffekt: Genehmigungen werden teilweise nachgemeldet. Der Vergleich mehrerer Monate mindert das Gewicht solcher Verschiebungen. Von Januar bis August lag die Gesamtzahl genehmigter Wohnungen in neuen und bestehenden Gebäuden um 12,1 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Auch dieser längere Vergleich misst das Potenzial für künftigen Wohnraum, nicht bereits bezugsfertige Wohnungen.