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Geldpolitik

EZB lässt den Einlagenzins bei 2,50 Prozent

Steigende Energiekosten belasten die Wirtschaft. Für die weitere Geldpolitik kommt es darauf an, ob sie sich dauerhaft in anderen Preisen und Löhnen niederschlagen.

MCM-Redaktion Veröffentlicht am

Symbolbild: Bürotürme in einer Straße des Frankfurter Bankenviertels.

Der EZB-Rat hat keinen seiner drei Leitzinsen verändert. Banken erhalten weiterhin 2,50 Prozent auf ihre Übernachteinlagen; für die reguläre Refinanzierung zahlen sie 2,65 Prozent und für die Spitzenrefinanzierung 2,90 Prozent. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der hohe Energiekosten zugleich den Preisauftrieb verstärken und die Kaufkraft der privaten Haushalte schwächen können.

Für die Beurteilung ist die Weitergabe der Kosten entscheidend. Eine höhere Heizkostenrechnung wirkt sofort auf das verfügbare Einkommen. Ob ein Hersteller anschließend seine Verkaufspreise erhöht oder Beschäftigte höhere Löhne durchsetzen, zeigt sich oft erst später. Die EZB sah zum Sitzungstermin noch keine wesentliche Reaktion der Löhne; auch die zugrunde liegende Inflation war bislang weitgehend stabil.

Zugleich hatten sich die Finanzierungsbedingungen seit der vorherigen Sitzung verschärft. Der unveränderte Leitzins bedeutet für einen Betrieb, der jetzt einen Kredit verlängert, daher nicht zwangsläufig unveränderte Kosten. Für die nächsten Sitzungen hat der Rat keine feste Zinsfolge zugesagt.