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US-Geldpolitik

Zwei Gegenstimmen beim Zinsentscheid der US-Notenbank

Die Zielspanne bleibt bei 3,75 bis 4,00 Prozent. Zwei Mitglieder des Ausschusses hätten den Zins um einen Viertelprozentpunkt erhöht.

MCM-Redaktion Veröffentlicht am

Symbolbild: Säulen und Freitreppe eines öffentlichen Gebäudes in Washington.

Der geldpolitische Ausschuss der US-Notenbank hat mit zehn zu zwei Stimmen beschlossen, die Zielspanne für den kurzfristigen Interbankenzins beizubehalten. Die beiden Gegenstimmen galten einer Anhebung. Diese Unterscheidung ist wichtig: Aus dem Abstimmungsergebnis allein wäre nicht zu erkennen, in welche Richtung die Minderheit die Geldpolitik verändern wollte.

Der Ausschuss beschrieb eine kräftig wachsende Wirtschaft, robuste Investitionen und eine widerstandsfähige Binnennachfrage. Gleichzeitig sei die Inflation weiterhin erhöht. Produktivitätszuwächse können einem Betrieb erlauben, bei gleichem Ressourceneinsatz mehr zu produzieren. Ob das den Preisdruck mindert, hängt aber auch davon ab, wie stark die Nachfrage nach diesen zusätzlichen Gütern und Dienstleistungen wächst.

Der Abstand zwischen den beiden Positionen betrifft damit vor allem die Frage, wie lange zusätzliche Informationen abgewartet werden sollen. Die Gegenstimmen sind keine Zusage für die nächste Sitzung. Entscheidend wird sein, wie sich Beschäftigung und Inflation im Verhältnis zu den beiden geldpolitischen Zielen der Notenbank entwickeln.