
Im September begannen private Bauherren in den USA nach vorläufiger Schätzung weniger Wohnungen als im August. Saisonbereinigt und auf ein Jahr hochgerechnet sank die Zahl von 1,288 auf 1,221 Millionen. Das ist ein Maß für das Bautempo: Es bedeutet nicht, dass allein im September mehr als eine Million neue Wohnungen in Bau gingen.
Der geschätzte Monatsrückgang von 5,2 Prozent geht mit einer Fehlerspanne von plus oder minus 11,8 Prozentpunkten einher. Der tatsächliche Unterschied könnte also auch in die andere Richtung weisen. Bei Einfamilienhäusern ergab sich eine Jahresrate von 859.000 Baubeginnen. Selbst dort genügt eine einzelne Monatszahl nicht, um eine Trendwende zu belegen.
Eine zweite Beobachtung liefert die Genehmigungsstatistik. Behörden genehmigten Wohnungen mit einem Jahrestempo von 1,400 Millionen Einheiten, annähernd so viele wie im August. Eine Genehmigung schafft die Voraussetzung für ein Bauvorhaben; bis zum ersten Spatenstich kann jedoch Zeit vergehen. Beide Reihen beschreiben daher unterschiedliche Phasen derselben Projektkette.