
Die Vereinigten Staaten exportierten von Januar bis Juni im Schnitt elf Prozent mehr Propan als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im April erreichten die Lieferungen mit 2,1 Millionen Barrel pro Tag einen neuen Höchststand. Zusätzliche Mengen gingen unter anderem nach Indien und in weitere südasiatische Länder, während die Lieferungen nach China im Halbjahresvergleich um 19 Prozent zurückgingen.
Propan fällt bei der Erdgasaufbereitung und der Verarbeitung von Rohöl an. Eine höhere Gasförderung kann das Angebot deshalb auch dann ausweiten, wenn die Endnachfrage im Inland kaum wächst. Für Importeure zählt allerdings der Preis am Bestimmungsort: Ein günstiger Einkauf am US-Terminal ist nur dann attraktiv, wenn Transport und Umschlag den Vorteil nicht aufzehren.
Engpässe an Exportterminals und niedrige Wasserstände im Panamakanal begrenzen, wie schnell sich zusätzliche Ladungen verschiffen lassen. Wer die Entwicklung des Handels beurteilt, sollte daher neben der Produktion auch verfügbare Schiffspassagen und Veränderungen bei den Zielmärkten berücksichtigen.