
Wer nur den September betrachtet, sieht einen Rückgang: Einzelhändler in Großbritannien verkauften preis- und saisonbereinigt 0,4 Prozent weniger Waren als im August. Allerdings hatte das Absatzvolumen im August nach revidierter Schätzung um 0,7 Prozent zugelegt. Damit lag der September immer noch 0,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.
Im Quartalsvergleich fällt der Befund anders aus. Zwischen Juli und September lag das Verkaufsvolumen 0,7 Prozent über dem zweiten Quartal. Dazu trugen Kraftstoffe bei, nachdem die Absatzmengen im Frühjahr niedriger ausgefallen waren. Wärmeres Wetter half dem Verkauf von Lebensmitteln und Getränken. Versandhändler berichteten dagegen von schwächerem Geschäft mit Herbst- und Winterbekleidung im September.
Für die Einordnung einer Einkaufsstraße ist entscheidend, was die Zahlen messen. Die Statistik umfasst auch den Versandhandel und Tankstellen, aber nicht den gesamten Konsum der Haushalte. Sie misst Mengen statt Kassenumsätze. Höhere Einnahmen im laufenden Geschäft können deshalb durchaus mit weniger verkauften Waren einhergehen.